Kapitel 2 | Auf nach Wien

Geschichte

28. Okt. 1992

1992 – 2015

Am 28. Oktober 1992 ist es soweit: Die Renngasse in Wien begrüßt die Hypo Tirol Bank als neuen Nachbarn. Damit sind wir nun auch im Finanzzentrum Österreichs vertreten.

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Ein Foto in schwarz-weiß von mehreren Männern in Anzügen, die miteinander sprechen.

Gründung - Renngasse

Ein Baum vom Bürgermeister

Vom Kreditgeber für Landwirte zu Tirols erfolgreichstem Geldinstitut – dieser Werdegang beeindruckte auch den Wiener Bürgermeister Helmut Zilk. Die Niederlassung in der Renngasse begrüßte er als Bereicherung für die gesamte Stadt. Sein Geschenk: ein Baum, eigenhändig gepflanzt im Innenhof des Gebäudes.

Römische Ausgrabungen in der Renngasse in Wien.

A Leich im Keller – ein spannendes Erbe

1875 erhielt der Architekt Heinrich von Ferstel den Auftrag, ein neues Gebäude in der Renngasse 9 zu errichten. 1992 begannen aufwändige archäologische Grabungen, die von der Hypo Tirol Bank finanziert wurden. Im Zuge dieser staunten die Arbeiter nicht schlecht: Beim Graben entdeckten sie nicht nur Teile eines alten römischen Hauses, sondern auch Gebeine – das Erbe eines spätantiken Friedhofs. Zum Glück hat die lange Geschichte des Hauses noch mehr zu bieten: Es diente auch als kaiserliches Zeughaus, als öffentliches Waffenmuseum und einige Zeit als Amtslokal der Börse.

Eingangsportal der Hypo Tirol Bank in der Tegetthoffstraße, 2007

Tegetthoffstraße 4, 1010 Wien

Mehr Platz für den Erfolg

Mit der Zeit wurde es eng in der Renngasse. Die Geschäfte liefen gut, und unser Portfolio vergrößerte sich beständig. Im August 2007 wagten wir den Sprung in den 1. Bezirk, das Herz der Stadt. Im gründerzeitlichen Haus in der Tegetthoffstraße 4 fand die Hypo Tirol Bank ihren neuen Sitz. Kommerzcenter, Geschäftsstelle, Private Banking, Leasing- und Versicherungsabteilung – hier war für alles Platz.

Ein Haus mit Geschichte

Vor dem Einzug der Hypo Tirol Bank war auf dem Grund Tegetthoffstraße einiges los. Die älteste urkundliche Nennung eines Gebäudes geht auf das Jahr 1438 zurück. Das dort erwähnte „Wuchsthaus“ diente als Wachskeller, der später einem Augustinerkloster wich. In der Zeit Josephs II. wiederum stand dort das „Porzellanhändlerhaus“. 1873 von einer Versicherungsanstalt gekauft, wechselte es in der Folge mehrmals den Besitzer.

Das Finanzinstitut Banco do Brasil war Vormieter in der Tegetthoffstraße.

1909/10 entstand schließlich das heutige Gebäude mit der Nummer 4: ein Eckhaus im Stil der Secession, realisiert nach den Plänen des Architekten Siegfried Kramer. 1938 ging es in den Besitz der Österreichischen Sparkasse über.

Bei einem Bombenangriff im Jahr 1945 wurde das Haus schwer beschädigt – ein Mensch kam dabei im darunterliegenden Luftschutzkeller ums Leben. Mehrere wurden verletzt. Übrig blieb das Skelett eines Hauses. Trotz Einsturzgefahr konnte es nach dem Krieg renoviert werden.

1980 kümmerte sich der Wiener Architekt und Kunsthistoriker Burkhard Rukschcio um ein neues Design. Der Auftraggeber: die Banco do Brasil, das größte brasilianische Bankunternehmen. Wie bei den Umbauten in der Renngasse stieß man auch in der Tegetthoffstraße auf römische Gräber, diesmal gleich drei an der Zahl.

2007 adaptierte die Hypo Tirol Bank die Räumlichkeiten. Acht Jahre später stand die Hypo Tirol Bank in Wien vor einer weiteren Veränderung.

Impressionen aus den Anfängen der Hypo Tirol in Wien

Neuer Markt, Sicht gegen Nordosten, Foto entstanden um 1890

Neuer Markt, Sicht gegen Nordosten, Foto entstanden um 1890 © ÖNB/Wien, „85451-D”

Das Finanzinstitut Banco do Brasil war Vormieter in der Tegetthoffstraße.

Das Finanzinstitut Banco do Brasil war Vormieter in der Tegetthoffstraße. © Stadt Wien

Historisches Bild des Foyers der Hypo Tirol Bank in der Renngasse in Wien.

Das Foyer der Hypo-Tirol-Niederlassung in der Renngasse 1992

Eingangsportal der Hypo Tirol Bank in der Tegetthoffstraße, 2007

Eingangsportal der Hypo Tirol Bank in der Tegetthoffstraße, 2007

Historisches Bild des Foyer der Hypo Tirol Bank in der Tegethossstraße in Wien.

Foyer der Hypo Tirol Bank in der Tegetthoffstraße, 2007 - Panoramabild

Ein Empfangsbereich mit zwei Mitarbeiter:innen am Schalter & dem alten Logo der Hypo Tirol Bank.

Foyer der Hypo Tirol Bank in der Tegetthoffstraße, 2007

Die Euro-Skulptur vor der Europäischen Zentralbank.

1992, 28. Oktober

Hallo Wien!

Die Hypo Tirol Bank eröffnet ihre neue Filiale in der Renngasse 9. Helmut Zilk, der Bürgermeister, pflanzt sogar einen Baum in den Innenhof des Gebäudes und beglückwünscht die Bank in der Bundeshauptstadt.

1995, 1. Jänner

Ein Teil der EU

Österreich tritt der Europäischen Union bei. Auf Bankenebene bedeutet dies: freier Kapitalverkehr im EU-Binnenmarkt. Vier Jahre später folgt die Währungsunion – der Euro ist jetzt in ganz Europa Zahlungsmittel.

1998, 1. Juni

Gründung der EZB

Die Europäische Zentralbank wird gegründet. Sie fungiert als Währungsbehörde aller Mitgliedsstaaten der EU. Zu ihren Aufgaben gehören die Überwachung des Banksystems sowie die Regulierung der Geldmengen und Schwankungen des Geldwertes im Wirtschaftsraum.

Die Bronzeskulptur eines Bullen und eines Bären, die sich gegenüberstehen

2001

100 Jahre Hypo Tirol Bank

Die Hypo Tirol Bank blickt auf einen beachtlichen Erfolgskurs zurück. 2001 feiert sie ihr einhundertjähriges Bestehen als Bank für ganz Tirol – und darüber hinaus.

2002, 1. Jänner

Vom Schilling zum Euro

Mit dem Beginn des neuen Jahres lösen Euro und Cent die in Österreich seit 1924 gültige Währung Schilling und Groschen ab.

2008, 15. September

Der Peak der Finanzkrise

Mit dem Konkursantrag der US-amerikanischen Investmentbank Lehmann Brothers erreicht die Finanzkrise 2008 ihren Höhepunkt. Um systemrelevante Kreditinstitute vor der Pleite zu bewahren, spannt die Europäische Zentralbank einen Rettungsschirm über europäische Banken.

2013, 13. November

Bitcoin schockt die Welt

Die 2008 eingeführte erste Kryptowährung Bitcoin durchbricht den Wechselkurs von 1000 US-Dollar. Ein Ereignis, das für Schlagzeilen sorgt – und für Unverständnis und Neugier in der Finanzwelt.